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So hier hab ich euch mal zusammengefasst welche Gedanken man sich vor der Anschaffung von Bartagamen machen sollte. Soll eine kleine Hilfestellung für Bartagamen Anfänger oder solche die es werden wollen sein.

 

Die Anschaffung

Bevor man sich für die Anschaffung einer Bartagame entscheidet, sollte man sich zunächst über die Anschaffung und die damit verbundene Verantwortung Gedanken machen.Wichtig ist es, sich ausführlich über die Spezies Pogona zu informieren. Heutzutage gibt es, eine Vielzahl von fachkundiger Literatur die einem viel nützliche Tipps und Informationen biete, auch kann man sich viele Informationen über Haltung, Pflege, Zucht usw. auf vielen Pogona - spezifischen Webseiten hohlen.

Über die folgenden Punkte sollte man sich vor der Anschaffung Gedanken machen:

• Das Terrarium sollte eine Mindestgröße von 120 x 60 x 60 cm bei Juvenilen (jugendlichen alter) haben und 150x80x80 cm bei Adulten (ausgewachsenem alter) haben (Länge x Breite x Höhe). Diese Maße sind für maximal 2 Tiere bestimmt. Je mehr Tiere man sich halten möchte, desto Größer sollte das Terrarium sein. Als Faustformel gilt hier immer das man die Maße des Terrariums anhand der KRL eines Bartagamenpaares berechnet (Länge: 5 fache KRL / Tiefe: 4 fache KRL / Höhe: 3 fache KRL).

• Bei den Bartagamen handelt es sich um Wüstenbewohner, es ist daher sehr wichtig ihnen die lebensnotwendigen Licht- und Wärmequellen zu bieten. Hierbei sollte man sich darüber im Klaren sein dass die Stromkosten steigen werden.

• Bartagamen fressen neben dem pflanzlichen auch lebendiges Futter. Hier muss man sich zunächst informieren woher man das Futter bezieht und in welchen Mengen, oder ob man es wagen will sein Lebendfutter selbst zu züchten.

• Da Lebendfutter verfüttert werden muss, sollte man kein Problem damit haben dieses auch lebendig zu verfüttern.

• Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterbringung während man beispielsweise im Urlaub ist.

• Pogona’s werden zwischen 10 und 15 Jahren alt, aus diesem Grunde muss man sich bewusst machen, dass man in ihnen für eine lange Zeit einen Begleiter hat. Kann man all diese Punkte mit guten Gewissen bejahen und ihren notwenigen Bedürfnissen gerecht werden, so kann man die Anschaffung umsetzen.

Der Kauf des Tieres

Grundsätzlich ist zu empfehlen, die zukünftigen Pfleglinge bei einem privaten Züchter zu kaufen. Dies ist in der Regel persönlicher, man kann sich ein Bild darüber machen wo die Tiere bisher gelebt haben, wie der Züchter mit den Tieren umgegangen ist und wie er seine Tiere pflegt und versorgt.

Außerdem werden dem Käufer noch viele wichtige und nützliche Tipps zur Pflege und Haltung gegeben. Außerdem kann man den Tieren viel Stress ersparen, in dem man sie direkt beim Züchter abholt statt sie langen Transporten mit Tierspeditionen auszusetzen.

Neben den privaten Züchtern zuhause, kann man sich auch auf den zahlreichen Reptilienmessen umsehen und sich mit den Privatzüchtern dort ausführlich unterhalten.

Neben diesen gibt es auch noch Zoofachgeschäfte mit Reptilien- und Terraristikbereichen.

Auch hier werden häufig die beliebten Bartagamen angeboten. Man sollte jedoch nicht einfach ein Tier kaufen, vielmehr ist es Ratsam zunächst zu prüfen ob die Tiere dort gut gehalten werden und ob die Verkäufer Ahnung von ihrem Fach haben. Die erzielt man am besten damit, dass man den Verkäufern eine Menge Fragen über die Tiere stellt, Haltung usw. . Geht der Verkäufer bereitwillig und ausführlich auf die gestellten Fragen ein, so handelt es sich meist um ein gutes Fachgeschäft.

Jedoch sollte man sich gerade im Zoofachgeschäft die Terrarien genau anschauen. Steht den Tieren ausreichend Grünfutter zur Verfügung? Ist das Terrarium groß genug für alle Tiere?

Werden den Tieren genügend Wärme und Lichtquellen geboten? Können sich die Tiere zurückziehen? Haben die Tiere ausreichend frisches Wasser? Wirken die Terrarien sauber und hygienisch oder sind sie verunreinigt durch totes Futter oder Kot?

Ist alles in Ordnung mit den Terrarien und den Tieren im Zoofachgeschäft so kann man auch dort ein Tier kaufen.

Eingewöhnung

Wer sich für den Kauf von Jungtieren entschieden hat, der sollte seine Tiere zunächst für die ersten paar Wochen in ein kleineres Becken setzen und nicht gleich in ein Großes. Zum einen finden die Tiere ihr Fressen vermutlich nicht so schnell, außerdem benötigen die Tiere einige Zeit um sich mit der neuen Umgebung anzufreunden. Auch kann es sein das die Tiere nicht gleich wie wild auf das Fressen stürzen, das gibt sich aber sobald sie sich ein wenig eingewöhnt sind.

Außerdem verhindert man durch das vorübergehende Eingewöhnen in einem kleinen Becken, dass sich Krankheiten und Parasiten in ein großes Becken, oder auf andere Tiere übertragen können.
Um auszuschließen, dass die Tiere Parasiten haben, empfiehlt es sich eine Kotprobe beim Tierarzt einzureichen. Oft können Sie die Kotprobe vor Ort machen und den Befund gleich mitteilen.
Wenn der Tierarzt Parasiten finden, wird dieser die nötigen Medikamente verschreiben oder gleich mitgeben, dann ist es auch Empfehlenswert die Tiere in ein recht einfach eingerichtetes Quarantänebecken zu setzen.

In den ersten Tagen und Wochen sollte man dem Tier viel Zeit und Ruhe geben, damit es die neue Umgebung in aller Ruhe Kennen lernen kann. Eine Störung durch andere Haustiere sollte zunächst vermieden werden, da die Tiere sofort bemerken wenn sie ständig fixiert werden, dies bedeutet für das Tier großen stress. Hat sich die Bartagame eingewöhnt, stellen andere Haustiere und die Pfleger kein Problem mehr dar, da sie erkannt werden und zu ihrer Umgebung dazu gehören.

Tierschutzbestimmungen

Wer ein Tier hält oder zu betreuen hat, muss dieser seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen; er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 des Tierschutzgesetzes).

Deshalb muss vor jedem Kauf eines Reptils Kenntnisse über die Biologie der betreffenden Art und die sich daraus ergebenen Haltungsanforderungen erworben sowie ein Terrarium für seine artgemäße Haltung vorbereitet werden. Dem Erwerb von Nachzuchten ist grundsätzlich Vorzug zu geben.

 - Dies ist ein Auszug aus dem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien vom 10. Januar 1997; ausgeschrieben vom Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz.

 

 

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